11.02.2008, 19:14
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ARM mit neuer Software für 3D-Handys
Zitat:
3D-Kerne mit SVG und Java für neue Benutzeroberflächen
Auf dem Mobile World Congress hat der Chip-Entwickler ARM drei neue Entwicklerpakete für die Grafik-Darstellung auf Smartphones vorgestellt. Die Software basiert auf offenen Standards und soll die Entwicklung von neuen Benutzer-Schnittstellen vereinfachen.
Bereits Mitte 2006 hatte ARM den 3D-Spezialisten Falanx übernommen, und führt dessen Entwicklungen in Form der "Mali" genannten 3D-Prozessoren für mobile Geräte nun weiter. Einen neuen 3D-Chip nach den aktuellen "Mali55" und "Mali200" hat ARM zwar noch nicht vorgestellt, dafür gibt es jetzt aber drei verschiedene Software-Umgebungen für die ARM-Bausteine.
Die Pakete "Mali-SVG-t" (Scalable Vector Graphics) "Mali-JSR226" und "Mali-JSR287" (beide für Java ME) dienen als Framework für die 2D- und 3D-Darstellung mittels einer ARM-GPU - oder auch ohne den Beschleuniger, allein über die Funktionen eines ARM-Kerns. Das Konzept ähnelt damit Microsofts DirectX, wo - zumindest in der Theorie - fehlende 3D-Funktionen auch per Software emuliert werden können. Alle drei Pakete dienen auch für die vektor-basierte Darstellung von Text, was die Anpassung an verschiedene Bildschirmgrößen erleichtern und die Entwicklung von Spezial-Schriftarten für jedes Gerät überflüssig machen soll.
Besonders interessant ist dabei Mali-SVG-t, mit dem sich zweidimensionale Bilder wie die Aufnahmen einer Handy-Kamera oder Teile der Benutzeroberfläche mittels standardisierten SVG-Anwendungen beispielsweise dreidimensional über den Bildschirm verschieben lassen. 3D-Oberflächen sind seit der Vorstellung des iPhone eben in, wie auch Nvidias jüngste Ankündigung des Smartphone-Chips "APX 2500" zeigt.
Während Nvidias Entwicklung bisher aber an Windows Mobile gebunden ist, sollen die ARM-Bibliotheken auf einer Vielzahl von mobilen Betriebssystemen laufen. Und auch einen ersten Kunden kann ARM bereits nennen: Ericsson will die Frameworks auf seiner Smartphone-Plattform "U500" einsetzen. Dahinter verbirgt sich ein dem AXP 2500 recht ähnliches Konzept, über das außer Details wie 3D-Fähigkeit und WVGA-Display noch recht wenig bekannt ist. Mit ersten U500-Geräten wird erst 2009 gerechnet.
ARM bietet Mali-SVG-t und Mali-JSR226 ab sofort zur Lizenzierung an, Mali-JSR287 soll erst nach Ratifizierung durch die Java-Community ausgeliefert werden. Damit ist nach bisherigem Plan Ende 2008 zu rechnen. (nie)Auf dem Mobile World Congress hat der Chip-Entwickler ARM drei neue Entwicklerpakete für die Grafik-Darstellung auf Smartphones vorgestellt. Die Software basiert auf offenen Standards und soll die Entwicklung von neuen Benutzer-Schnittstellen vereinfachen. (Smartphone, Java)
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Quelle: golem.de
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