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Alt 13.08.2008, 23:19   #1 (Permalink)
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Standard Mehr als 17000 illegale Kundendatensätze im Umlauf

Zitat:
Datenmissbrauch: SKL wehrt sich gegen Vorwürfe
aus dem Bereich Sonstiges
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hatte den Skandal aufgedeckt: Rund 17.000 illegale Datensätze mit den Namen, Adressen, Telefonnummern, Geburtstagen und kompletten Bankverbindungen von ahnungslosen Verbrauchen machen die Runde durch deutsche Call-Center – und erste Betroffene melden bereits unrechtmäßige Abbuchen von ihren Konten. Doch damit nicht genug: Laut aktuellen Meldungen weitet sich das Ausmaß des Falles stündlich weiter aus.
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Mehr Daten im Umlauf

"Das ist nur ein Ausschnitt - die Datensätze, die im Umlauf sind, sind sechs- bis siebenstellig", sagte der Sprecher der Verbraucherzentrale, Thomas Hagen, der "Financial Times Deutschland" (FTD). "Das ist die Büchse der Pandora, die bekommt man nicht mehr zu." Woher die Daten stammen ist bislang unbekannt, zur Stunde werden die Büroräume einer verdächtigen Firma in Viersen durchsucht. Doch wie die Verbraucherschützer bereits am Dienstag mitteilten, führten erste Spuren auch eindeutig in die Richtung der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) – doch die weist alle Vorwürfe von sich.

Zusammenarbeit angeboten

"Die SKL hat nie Daten von ihren Kunden an Dritte weitergegeben", hieß es in einer öffentlichen Stellungnahme der Lotterie. Im Gegenteil: "Wir verurteilen jede Form des Datenmissbrauchs und haben an der Aufklärung großes Interesse", erklärte ihr Direktor, Dr. Gerhard Rombach. Mittlerweile habe man sich mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in Verbindung gesetzt, um schnellstmöglich die Datenherkunft zu ermitteln. Auch seien die zuständigen Staatsanwaltschaften, Datenschutzbeauftragten und Aufsichtsbehörden über den Vorfall informiert worden.

Qualitätsrichtlinien für Call-Center

Sämtlichen Lotterieeinnehmern und beauftragten Call-Centern, die SKL-Lose vertreiben, seien "strengste Qualitätsrichtlinien" vorgegeben worden, die unter anderem eine Vertragsstrafe vorsehen, sollte es zu Unregelmäßigkeiten beim Datenschutz kommen. "Sollte sich trotzdem der Verdacht eines Datenmissbrauchsfalles aus den Reihen ehemaliger, ausschließlich für die SKL-Lotterieeinnehmer tätigen, Call-Center bestätigen, wird die SKL - wie in der Vergangenheit auch - konsequent dagegen vorgehen und alle notwendigen rechtlichen und organisatorischen Maßnahmen einleiten", heißt es weiter in der Stellungnahme.

Aufgrund des neuen Glücksspielstaatsvertrags, der seit dem 1. Januar 2008 Gütigkeit besitzt, ist es Glücksspielanbietern verboten, den aktiven Vertriebsweg per Telefon zu benutzen. Sollten die Daten durch ein Sicherheitsleck bei der Kundenverwaltung innerhalb eines Call-Centers durchgesickert sein, so muss dieser Vorfall also bereits einige Zeit zurückliegen.

Dialogmarketing-Verband empört

Auch der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) will hart gegen Nestbeschmutzer vorgehen. Wie die Organisation per Pressemitteilung bekanntgab, habe man bereits bei der führenden Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach Strafanzeige erstattet. "Dieser Vorgang ist strafbar! Das hat mit Dialogmarketing nichts zu tun, das ist schlicht und einfach kriminell. Der Verband setzt alles daran, den Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung dieses Missbrauchs zu helfen und die Verbraucherzentrale dabei zu unterstützen, solchen Einzelfällen sofort den Riegel vorzuschieben", stellte Patrick Tapp, Vizepräsident Public Affairs und Verbraucherdialog im DDV, klar.

André Vatter

Quelle: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/...w%C3%BCrfe

Ich weiß nicht inwiefern hier die anderen Foren-User im kaufmännischem Bereich fit sind, deshalb noch folgende Zeilen dazu. Solche Anbieter/Leute spekulieren darauf das die Leute nicht auf ihre Kontoauszüge gucken. Man muss der Abbuchung ja dann innerhalb von 4 bis 6 Wochen wiedersprechen. (Wegen der Frist am besten mal in die AGBs d. Bank schauenn, sollten aber 6 Wochen sein) Tut man dieses nicht, ist der abgebuchte Betrag für immer weg! Ob die Abbuchung nun berechtigt war oder nicht. Das hängt damit zusammen das die Frist ab dann läuft, wenn der Kontoauszug in den "eigenen Machtbereich" gelangt, da diese dann als zugestellt gilt. Ob man dann davon Kenntnis nimmt oder nicht ist dann dabei irrelevant.
Unter dem eigenen Machtbereich zählt in diesem Falle der Briefkasten, das ankommen der E-Mail auf dem E-Mail Server des Anbieters oder die bereitstellung eines Kontoauszuges auf der Webseite der Bank.

==> Regelmäßig Kontoauszüge lesen und sofort wiedersprechen!

Solche Call-Center ziehen das dann nach der Masche ab, das wenn sie die Daten haben ein Schein Gespräch mit einem führen und es dann hinterher ohne Leistung abbuchen lassen, da es wohl genügend Leute gibt die nicht regelmäßig ihren Kontoauszug lesen. Davon leben die dann. Deshalb dann direkt wieder auflegen und keinerlei Auskünfte geben bei Anrufen von Call Centern.
codekill ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.08.2008, 23:46   #2 (Permalink)
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Standard AW: Mehr als 17000 illegale Kundendatensätze im Umlauf

Sind das nur Daten der SKL? Das hoffe ich, dann bin ich nicht betroffen.
Aber wahrscheinlich gibts mehrere solcher Sätze, die noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt sind.
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heinzpeter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.08.2008, 23:37   #3 (Permalink)
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Standard AW: Mehr als 17000 illegale Kundendatensätze im Umlauf

Wer weiß wieviele es davon gibt, da kann man nur gut auf sein Konto aufpassen.
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Mausi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.08.2008, 00:08   #4 (Permalink)
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Standard AW: Mehr als 17000 illegale Kundendatensätze im Umlauf

17.000 Datensätze dürfte weit untertrieben sein.

Das fängt schon damit an, dass man an der Tanke mit Karte und Unterschrift bezahlt und den Beleg der Kartenzahlung nicht mitnimmt. Die wandert dann in den Papierkorb und irgendwann im Papiercontainer.

Findige Leute sammeln nun diese Infos bestehend aus Kontonummer und BLZ. Diese allein sind erstmal nutzlos, da der Name fehlt.

Vergleicht man diese Daten aber mit anderen Datensätzen, in denen auch Namen auftauchen, dann findet man garantiert einige Treffer und schwupps sind alle benötigten Daten vollständig. Mit elektronischen Telefonbüchern ist es auch einfach dazugehörige Rufnummern herauszufinden, um die Daten zu verifizieren, sofern der Aufwand überhaupt betrieben wird.

Man stelle sich nun vor, welchen materiellen Wert solche Infos haben. Ich gehe jetzt mal von mindestens 10 Mio vollständigen Datensätzen aus. Wenn allein von denen immer nur Beträge von 2-3 € abgebucht werden, dann ergibt das ein hübsches Sümmchen, von dem man sich eine handvoll Leute zur Ruhe setzen können. Hier war von Beträgen von 30-50 € die Rede, das ergibt dann Summen von 300.000.000-500.000.000 €. Nur mal angenommen, dass ca. 10 % davon unbemerkt bleiben und wirklich gebucht werden, dann bleiben immer noch 30.000.000-50.000.000 Euro übrig. Hübsches Sümmchen, wie gesagt.

Und das nur unter der Annahme, dass das alles nur jeweils einmal passiert. Bucht man das x-mal ab, dann erhöht das hübsche Sümmchen um den Faktor x.

Was mir dabei auffällt: Ich arbeite in der falschen Branche.

Wie man auch schnell zu viel Geld kommt, haben ein paar findige Hacker vor Jahren schonmal vorgemacht. Die hatten Zugriff auf einen Bankrechner und haben dort von jedem Konto nur die vierte oder fünfte Nachkommastelle abgebucht. Also bei einem Kontostand von 234,5678901234 $ (234,57$) nur 0,0008901234 $. Macht man das mit ein paar Hundertmillionen Konten, ergibt das wiederum ein hübsches Sümmchen.

Gruß,
Hangman
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Hangman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2008, 15:27   #5 (Permalink)
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erstaunt 50-100 Euro illegal abgebucht

Gleich mal die Kontoauszüge angeguckt... Tatsächlich: Knapp über 50
Euro holt sich da jemand der sich als "Rundfunkanstalten" ausgibt
alle 3 Monate von meinem Konto... muß ich gleich mal der
Verbraucherzentrale melden. :-)
tibalibu ist offline   Mit Zitat antworten
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