17.05.2008, 11:14
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Lichter aus im Nokia-Werk
Zitat:
Den lauten Protesten zu Beginn des Jahres folgte ein stilles Ende: Am Freitag hat der größte Teil der zuletzt 1600 Beschäftigten im Bochumer Nokia-Werk seine Papiere bekommen. Bei ihrer letzten Schicht gaben die Mitarbeiter ihre Arbeitskleidung und andere dem Unternehmen gehörende Dinge zurück und erhielten ihre Freistellungspapiere, wie eine Sprecherin des finnischen Handy-Herstellers sagte. Eine offizielle Verabschiedung oder etwas ähnliches habe es nicht gegeben.
Die letzten Stunden
Allerdings hätten sich viele der bisher in Teams zusammen arbeitenden Mitarbeiter noch auf einen Kaffee zusammen gesetzt, bevor sie ihren bisherigen Arbeitsplatz endgültig verließen. Wie die Nokia-Sprecherin weiter sagte, wird ein Teil der bisherigen Beschäftigten noch bis zur endgültigen Schließung des Werks am 30. Juni zur Abwicklung gebraucht. Die Produktion ruht demnach bereits seit Mittwoch. Eine genaue Zahl der vorläufig weiter Beschäftigten konnte die Sprecherin nicht nennen. Diese könne sich in den kommenden Wochen auch täglich verändern: Falls jemand einen anderen Job finde, könne er von einem auf den anderen Tag gehen.
Der Handy-Hersteller hatte Mitte Januar angekündigt, sein Bochumer Werk zu schließen und die Produktion nach Rumänien zu verlagern. Daraufhin war es zu bundesweiten Protesten gekommen. Angeführt von der IG Metall gingen in Bochum tausende Menschen auf die Straße. Das Land Nordrhein-Westfalen forderte außerdem von Nokia Subventionen zurück. Alle Versuche, die Produktion doch noch in NRW zu halten, blieben aber erfolglos. Am Ende der Verhandlungen sagte Nokia für einen Sozialplan 200 Millionen Euro zu, von denen 185 Millionen Euro auf Abfindungen und andere Kosten sowie 15 Millionen Euro auf eine Transfergesellschaft entfallen.
BlackBerry statt Nokia
Bochum wird die Handyproduktion allerdings nicht komplett verlieren. Der Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) hat angekündigt, künftig Teile seiner BlackBarry-Modelle in Bochum produzieren zu lassen.
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Quelle: onlinekosten.de
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