07.02.2008, 15:14
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Bochumer Nokia-Betriebsrat droht Streik an
Zitat:
Im Streit um die geplante Schließung des Bochumer Nokia-Werks hat die IG Metall in Nordrhein-Westfalen erneut die Rettung des Standorts und der Arbeitsplätze gefordert. Mit einer Investition von 14 Millionen Euro in neue Produktionslinien könne der Handy-Hersteller in Bochum weltweit konkurrenzfähig bleiben, sagte der Bezirkschef Oliver Burkhard der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe).
Kein Aufruf zum Boykott
Das Geld sei immer noch billiger als die Verlagerung ins Ausland. Zu einem Boykott von Nokia-Produkten rufe die Gewerkschaft bewusst nicht auf, betonte Burkhard. Die Arbeiter in Bochum wollten ja auch künftig "mit ihren guten Produkten sichere Arbeitsplätze behalten".
Beschäftigte drohen mit Streik
Die Beschäftigten drohten derweil mit Streik, sollte der finnische Konzern auf seiner Aufsichtsratssitzung am 28. Februar das Ende des Bochumer Werks mit mehr als 2300 Mitarbeitern beschließen. "Wenn das so kommt, garantiere ich für nichts", sagte der Bochumer Betriebsrat Wolfgang Siebert der "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagsausgabe). Ein Streik sei dann nicht mehr ausgeschlossen. Bislang würden die Mitarbeiter versuchen, die Konzernleitung von ihrer guten Arbeit zu überzeugen. "Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass wir mit der Kündigung vor der Brust noch Handys zusamenschrauben werden."
Aleksandra Leon
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Quelle: onlinekosten.de
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