07.05.2008, 11:14
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United Internet: Schwere Vorwürfe gegen freenet
Zitat:
Es war fast klar, dass United Internet nur kurz schweigen und die Übernahme von debitel durch die freenet AG nicht kommentarlos hinnehmen würde. Schließlich ist United Internet mit 25 Prozent an freenet beteiligt und hatte sich selbst zum Ziel gesetzt, den DSL- und Mobilfunkprovider aus Büdelsdorf zu übernehmen. Doch daraus wurde nichts. Der Aufsichtsrat von freenet entschied sich für die teure Alternativlösung. Für 1,6 Milliarden Euro soll der größere Wettbewerber, die debitel Group, geschluckt werden. Für United Internet-Chef Ralph Dommermuth ist die Sachlage klar: „Herr Spoerr hat uns hinters Licht geführt“, sagte er dem „Handelsblatt“. Das ist mehr als ein leises Knistern zwischen den Chefetagen.
Für Dommermuth steht fest, dass der Übernahmeversuch gescheitert sei. "Damit ist das Thema für mich durch", wird der von der Wirtschaftszeitung zitiert. Hilflos zusehen wie die freenet-Aktie (weiter) an Wert verliert, will er aber trotzdem nicht. „Wir haben einen Einstweilige Verfügung beantragt, die die Ausgabe neuer Aktien zur Finanzierung des Debitel-Kaufs unterbinden soll. Wir wollen im Interesse aller Freenet-Aktionäre den Debitel-Deal verhindern.“
Wenn überhaupt bringe die geplante Transaktion zwischen debitel und freenet nur dem bisherigen debitel-Eigner Permira etwas. "Sie laden ihre 'lahme Ente' bei den freenet-Aktionären ab", so Dommermuth gegenüber dem "Handelsblatt". Auf der nächsten freenet-Hauptversammlung werde sich auch der Unmut der freenet-Aktionäre zeigen. Sie seien unzufrieden "und das wird sich bei der kommenden Hauptversammlung artikulieren".
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Quelle: onlinekosten.de
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