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"Enkin": Virtuelle Welt hält Einzug in die Realität
Zitat:
Als Google im November vergangenen Jahres ankündigte, unter Software-Entwicklern, die für das neue Handy-Betriebssystem Android "innovative und originelle" Programme schreiben, rund zehn Millionen US-Dollar Preisgeld zu verteilen, war das Interesse groß. So auch bei den beiden Koblenzer Studenten Rafael Spring und Max Braun. Zusammen entwickelten sie Enkin, eine Navigationslösung für mobile Endgeräte.
Drei Modi zur Auswahl
Genau genommen handelt es sich dabei um eine dreigliedrige Anwendung, die auf dem Google-Betriebssystem basiert. Im einfachen Kartenmodus wird die Umgebung für einen schnellen Überblick, ähnlich wie bei Google Maps, als schematische Landkarte angezeigt. Im Landschaftsmodus wird eine dritte Dimension hinzugefügt: Die Umgebung erscheint als 3D-Welt, deren Äußeres sich aus Satellitenaufnahmen der Erde speist.
Brücke zwischen realer und virtueller Welt
Revolutionärer wird es im dritten Modus, der sogenannten Live-Ansicht. Diese Option "funktioniert als Brücke zwischen der virtuellen und realen Welt", heißt es in der siebenseitigen Dokumentation der jungen Forscher. Zuvor definierte Inhalte, wie Notizen auf einer Landkarte, werden in der Live-Ansicht der Umgebung angezeigt. Um diese Aufgabe zu realisieren, greifen Spring und Braun auf eine Kombination von Webcam, GPS-Empfänger und Orientierungsmesser zurück. Letzterer bestimmt die Lage des Endgerätes in der Hand. Auf diese Weise haben Nutzer ihre Ziele immer vor Augen - selbst, wenn sie durch Gebäude verdeckt sind.
In der Videopräsentation macht die Technik zwar noch einen trägen Eindruck, doch man soll sich nicht täuschen lassen, raten die Studenten: Android-Endgeräte, wie sie in den kommenden Monaten auf den Markt gebracht werden, würden über ausreichend schnelle Prozessoren, 3D-Hardware-Beschleunigung und genügend Grafikspeicher verfügen. Dann sei es auch möglich, die bisherigen Funktionen weiter zu verbessern, etwa die grieseligen Außenansichten des Landschafsmodus durch hochauflösende 3D-Grafiken zu ersetzen. Zu den weiteren Verbesserungsvorschlägen zählen eine angeschlossene Community, in der angelegte Ortsmarken miteinander getauscht werden können, und die Übertragung des Live-Mode-Prinzips auf die Autonavigation.
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Quelle: onlinekosten.de
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