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Alt 24.09.2007, 10:30   #1 (Permalink)
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Standard GPS-Test: Nokia N95 und Nokia 6110 Navigator im Vergleich

Zitat:
Wie gut sind die Handys mit integriertem GPS gegenüber externen GPS-Mäusen?

So genannte GPS-Mäuse gibt es schon seit einiger Zeit: Diese können per Bluetooth mit einem kompatiblen Mobiltelefon verbunden und entsprechender Software genutzt werden. Erst vor kurzem hat Nokia mit dem LD-4W den Nachfolger des bewährten Empfängers LD-3W vorgestellt. Doch muss man diese GPS-Mäuse dann auch immer dabei haben und ebenso wie das Handy selbst aufladen, möchte man navigieren. Zudem ist der Preis für diese externen GPS-Module mit 75 Euro aufwärts immer noch recht hoch - vom eventuell kostenpflichtigen Kartenmaterial abgesehen.

Nokia-Handys zum Navigieren

Eine Alternative können hier Handys mit integriertem GPS-Empfänger sein. Dieses Feature haben zum Beispiel die Geräte Nokia N95, Nokia E90 Communicator und Nokia 6110 Navigator. Beim Nokia N95 handelt es sich um ein Quadband-Mobiltelefon, das neben dem integriertem GPS auch eine 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus, WLAN und HSDPA als Top-Feature bietet. Auch der Nokia E90 und das Nokia 6110 Navigator verfügen über UMTS beziehungsweise HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/s und sind mit dem Betriebssystem Symbian Serie 60 3rd Edition ausgestattet - allerdings findet man bei diesen beiden Modellen nicht den Umfang an Multimedia-Features wie beim N95, dafür sind die integrierten Funktionalitäten zum Teil
Nokias GPS-Handys im Vergleich
spezieller und sprechen daher andere, ganz unterschiedliche Zielgruppen an.


Der Nokia E90 Communicator richtet sich speziell an Business-Nutzer, die das Gerät vor allem beruflich nutzen, mobil arbeiten wollen oder aber privat viel kommunizieren und sowohl ein großes Display als auch eine vollständige Tastatur schätzen. Der Nokia 6110 Navigator ist, wie der Name es schon sagt, speziell auf Navigation ausgerichtet, ansonsten aber mit Standardfunktionen ausgestattet. Ein Media-Player dient der Unterhaltung und mit der 2-Megapixel-Kamera können durchschnittliche Aufnahmen gemacht werden. Der interne Nutzspeicher ist rund 40 Megabyte groß. Der solide Slider wird in den Farben Weiß oder Schwarz ausgeliefert und schon am Design des Telefons und einer speziellen Schnellstart-Taste für die Navigation sowie der mitgelieferten Software erkennt man, dass die GPS-Funktionalität bei diesem Modell im Vordergrund steht.

Nokia 6110 Navigator mit Route 66



Im Gegensatz zu den anderen beiden Geräten von Nokia wurde beim 6110 Navigator nicht die Nokia-GPS-Standard-Software Nokia Maps eingesetzt, sondern Route 66. Hier ist das deutsche Kartenmaterial nicht nur vorinstalliert, es werden sogar Karten für über hundert weitere Länder der ganzen Welt auf einer DVD mitgeliefert. Zudem hat der Navigator den Vorteil, dass die Sprachausgabe in verschiedenen europäischen Sprachen bereits dabei ist. Diese müssen sowohl beim E90 Communicator als auch beim N95 bei Bedarf noch als eine Art "Lizenz" für einen
Karte in
2D-Ansicht
bestimmten Zeitraum nachgekauft werden.


Der Nokia 6110 Navigator ist dank A-GPS und einem guten GPS-Empfänger bereits nach wenigen Sekunden nach dem Starten der Navigations-Software bereit und kann für verschiedene Anwendungen genutzt werden. Auch in geschlossenen Räumen hat man zum Teil noch Empfang, so dass das Starten der Navigation beispielsweise auch aus einer Garage heraus möglich sein sollte. Sowohl Stau- als auch Wetter-Abfragen können mit "Route 66" gemacht werden, allerdings sind diese Module nicht standardmäßig im Lieferumfang enthalten und müssen bei Bedarf noch hinzu gekauft werden. Auch die Akkuleistung des Nokia 6110 Navigator ist lobenswert. Mit einer Akku-Ladung kann man mehrere Stunden navigieren.

Route 66 - eine komfortable Lösung


Route 66 bietet beim Eingeben des Zielortes nicht nur die Möglichkeit, eine Adresse oder einen freien Text einzugeben, sondern auch ein Ziel aus den Orientierungspunkten oder der History auszuwählen sowie die Adresse eines Kontaktes aus einem Telefonbuch auszuwählen. Im Programm lassen sich auch mehrere Routen erstellen und abspeichern, so dass diese bei Bedarf später ausgewählt werden können. Das spart unterwegs Zeit und Mühe.

Neben dem Navigieren über eine klassische 2D-Ansicht ist auch eine 3D-Anzeige zur besseren Orientierung möglich, ein Nachtmodus ist ebenfalls einstellbar. Im Display werden zudem die aktuelle Geschwindigkeit, Zeit und Streckenangaben sowie die Empfangsqualität des GPS-Signals angezeigt.




per MMS versendenSogar Einstellungen für die Anrufverarbeitung können
vorgenommen werden. So kann man definieren, ob Anweisungen bei einem aktiven Telefongespräch weiterhin angesagt oder ob die Sprachausgabe für diese Zeit in den Hintergrund treten soll. Es besteht auch die Möglichkeit, die aktuelle GPS-Position mit Koordinaten oder aber einen Kartenausschnitt als Bild beziehungsweise Textinformation zu speichern oder via MMS-Mitteilung oder Bluetooth zu versenden. So ist es schnell und einfach möglich, anderen den eigenen Standort oder aber ein Ziel, beispielsweise im Urlaubsort zu übermitteln. Umgekehrt ist es auch möglich, eine Position, zum Beispiel eine Cursor-Position, zu einem Kontakt hinzuzufügen.

Die Schwächen vom N95 und E90



Die Vorzüge des Nokia 6110 Navigator sind die Schwachpunkte des Nokia N95: Das Handy hält sowohl beim mobilen Surfen als auch beim Musikhören recht lange durch, startet man hingegen die Navigations-Software, so sollte man entweder einen zweiten Akku für unterwegs oder ein Ladegerät im Auto parat haben, um nach etwa 90 Minuten für neue Energie zu sorgen. Auch der Communicator eignet sich nicht in erster Linie zum Navigieren, da das
Simulationsmodus
mit Nokia Maps
4 Zoll große Display einiges an Energie benötigt.
Simulationsmodus
mit Nokia Maps Handy-Datenblätter
Nokia 6110 Navigator
Nokia N95

Wie bereits erwähnt, werden der Nokia E90 Communicator und das Nokia N95 ohne sprachgesteuerte Navigation ausgeliefert. Die bereits vorinstallierte Software "Nokia Maps" bietet nur eine Routenplanung und dient zum Orientieren über eine 2D-Anzeige. Zwar lässt sich kostenlos ein zusätzliches Modul herunterladen und damit der Simulationsmodus mit Sprachausgabe nutzen, dieser agiert aber nicht in Echtzeit, sondern simuliert nur den Ablauf der Strecke.

Bietet alternative Navigations-Software die Lösung?



Mit kostenloser beziehungsweise kostenpflichtiger Software von Drittanbietern kann Abhilfe geschaffen werden. Beim Nokia N95 testeten wir neben der bereits installierten Software die kostenlose GPS-Software von Nav4All. Diese bietet zwar keine "Echtzeit-Navigation" über Karten, aber sie ist unkompliziert installierbar und bietet vielerlei Anwendungsmöglichkeiten. Gemeint ist damit unter anderem ein Nacht-Modus, bei dem die angezeigten Informationen in einem leuchtenden Grün dargestellt und bei Dunkelheit besser lesbar sind und im Gegensatz zur mitgelieferten Software auch eine sprachgesteuerte Straßenführung bietet. Zudem kann man mit Nav4All ebenfalls auf die Telefon-Kontakte zugreifen.

Gleichzeitiger Vor- und Nachteil dieser Software ist, dass die Karteninformationen immer über das Internet abgefragt werden müssen. Die dabei entstehenden Datenmengen sind zwar sehr gering, können aber bei einem ungünstigen Datentarif oder aber im Ausland hohe Kosten mit sich bringen. Vorteil ist, dass kein weiterer Speicherplatz auf dem Handy benötigt wird und auch keine Aktualisierung der Karten vorgenommen werden muss, besonders wenn man Kartenmaterial für's Ausland nutzen möchte.

N95 nach Firmware-Update auch A-GPS-fähig

Nach einem Update des N95 auf die aktuelle Firmware "12.0.013" funktioniert auch A-GPS, ein Verfahren zur Übermittlung von Daten über das Mobilfunknetz zur schnelleren GPS-Positionsbestimmung. Hierbei wird das Prinzip der GSM-Ortung mit der GPS-Navigation kombiniert. Die dabei übertragenen Datenmengen sind gering, aber verursachen dennoch Kosten, die berücksichtigt werden sollten. Die Funktion kann bei
Navigation via Nav4All
Bedarf auch deaktiviert werden, was sich etwa bei Nutzung im Ausland empfiehlt.


Beim Nokia E90 Communicator gibt es ein solches Update noch nicht und das führt auch zu einem Problem: Die Positionsbestimmung dauert oftmals sehr lange, zum Teil sogar über fünf Minuten - insbesondere dann, wenn die GPS-Funktion lange nicht oder noch gar nicht genutzt wurde. Da bleibt zu hoffen, dass der Hersteller bald auch für sein aktuelles Businessgerät ein Firmwareupdate mit dieser Funktionserweiterung bereitstellt.

Die Lautstärke der getesteten Geräte ist ausreichend, um auch in lauter Umgebung wie im Stadtverkehr oder aber bei höheren Geschwindigkeiten den Anweisungen folgen zu können. Zudem verfügen alle drei Geräte neben dem eingebauten GPS auch über die Möglichkeit, eine externe GPS-Maus via Bluetooth anzuschließen.

Fazit: Eingebautes GPS ist einfacher zu handhaben, aber nicht unbedingt besser



Vergleicht man die GPS-Funktionen der drei Nokia-Geräte 6110 Navigator, N95 und E90 mit denen eines Handys mit externer GPS-Maus, so liegen der 6110 Navigator und die externe GPS-Maus ganz vorne, während die beiden anderen Geräte mit eingebautem GPS eher enttäuschen. Der 6110 Navigator findet den eigenen Standort sehr schnell. Einzig die Eingabe der Zieladresse ist etwas gewöhnungsbedürftig, da alle Informationen wie Ort, Postleitzahl und Straße in eine Zeile geschrieben werden müssen. Allerdings punktet das Gerät sonst auf Grund der einfachen Handhabung und den zusätzlichen Features.


Der größte Vorteil des eingebauten GPS-Empfängers ergibt sich vor allem beim Fußgängermodus. Hier muss dann nur ein Gerät mitgenommen werden, während bei einer externen GPS-Maus zwei Geräte benötigt werden. Zwar kann der GPS-Dongle im Prinzip auch in der Hosentasche verschwinden, doch kann das bei schlechtem Empfang durchaus zu falschen Ortungen führen. Größter Vorteil einer externen Maus: Alle Bluetooth-Handys, die zudem auch Java unterstützen und über ausreichend Speicher für die Software und eventuelles Kartenmaterial verfügen, können auf diesem Weg GPS-fähig gemacht werden.

Ein klassisches Navigationsgerät, ganz gleich ob fest eingebaut oder mobil, ist bei intensiver GPS-Nutzung erst einmal noch die bessere Lösung. Zum Ausprobieren, für den seltenen Gebrauch oder aber für Fußgänger können Mobiltelefone mit oder ohne integriertem GPS aber bereits eine sinnvolle und günstige Alternative sein.
quelle: teltarif
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Anett ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2008, 23:28   #2 (Permalink)
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Standard AW: GPS-Test: Nokia N95 und Nokia 6110 Navigator im Vergleich

Ja Hallöle,
benutze das N95 oft als Navi.
Habe dafür sogar mein TomTom verkauft.
Benutze aber nicht Nokia-Maps sondern Software von Navigon den MN 6.3
Einziger Nachteil, der Verbindungsaufbau beim starten dauert ewig lang.
Bin begeistert und würde es auch wieder so machen.
Grüßle ThMDe
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gpstest, nokia, n95, 6110, navigator, vergleich


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