16.09.2008, 19:14
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Vodafone verlangt 670 Millionen Euro von Telefónica
Zitat:
Die beiden Breitband- und Mobilfunkgiganten Vodafone und Telefónica liefern sich einen Rechtsstreit in Millionenhöhe. Die Briten werfen der o2-Mutter vor, ihnen durch Monopolvorteil den Einritt auf dem spanischen Markt erschwert zu haben. Vor Gericht fordert Vodafone nun immense Schadenersatzforderung.
Vertriebswege versperrt
Wie das "Handelsblatt" berichtet, sei der kleine Mobilfunker Airtel Stein des Anstoßes. Damals besaß Vodafone einen Minderheitsanteil an dem Unternehmen, das seinerzeit Fuß im iberischen Mobilfunkmarkt fassen wollte. Heute heißt es Vodafone Spanien und gehört komplett zum britischen Mutterkonzern. Airtels Bemühungen scheiterten, als Telefónica Exklusivverträge mit Einzelhändlern schloss und damit potentielle Vertriebswege versperrte.
Endgültiges Urteil in zwei bis drei Jahren
Dass es sich dabei um einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht handelte, hatte der oberste spanische Gerichtshof bereits im Jahr 2006 festgestellt – einzig die Höhe des Schadensersatzes wurde noch nicht festgesetzt. Laut "Handelsblatt" hat Vodafone errechnet, dass rund 670 Millionen Euro durch das Eingreifen der Telefónica verloren wurde – eine Summe, welche nun von den Spaniern zurückverlangt wird.
Noch steht eine Äußerung von Telefónica zu der Forderung aus. In einem zweiten Schritt wird das Gericht über die Höhe der Entschädigung ein Urteil fällen, das allerdings wieder per Berufung aufgehoben werden könnte. Nach dem Handelsblatt könnte ein endgültiger Abschluss des Falles noch zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen.
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Quelle: onlinekosten.de
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