18.07.2008, 19:14
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Handyverträge: Einheitliche Datenblätter?
Zitat:
Um Kinder und Jugendliche besser vor den Tarifdschungeln der Mobilfunkanbieter zu schützen, fordert nun der erste Politiker einheitliche Datenblätter für Handyverträge.
Nur so könne der Weg in die Handyschuldenfalle verhindert werden, ist sich Otmar Bernhard sicher. Bayerns Verbraucherschutzminister und Vorsitzender der Verbraucherministerkonferenz (VSMK) möchte deshalb ein deutschlandweit standardisiertes Datenblatt über die angebotenen Vertragskonditionen eingeführt wissen. Das werde Verbrauchern den Vergleich unterschiedlicher Tarifangebote erleichtern.
Bernhard: "Bei den Handyverträgen blickt doch keiner mehr durch. Flatrate, 60/60 oder 60/10, Wenigtelefonieren - zig Sonder-Angebote locken mit angeblich günstigen Schnäppchen-Tarifen. Gerade Kinder und Jugendliche müssen vor diesem Tarifdschungel geschützt werden, sonst ist der Weg in die Handyschuldenfalle schnell vorprogrammiert und das Handy wird zum Handicap."
Der Freistaat Bayern wird deshalb im September den Vorschlag eines einheitlichen, übersichtlichen und für jedermann verständlichen Datenblatt zu den Vertragskonditionen in die VSMK einbringen. Bernhard: "Wie bereits für Verbraucherkredite in Europa, muss die Mobilfunkbranche ihre Tarifangebote transparent und vergleichbar gestalten. Nur so hat der Kunde Wahlfreiheit."
Der Verbraucherpoltiker stützt sich dabei auf repräsentative Umfragen, die belegten, dass Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 19 Jahren ihr Taschengeld zu einem großen Teil in ihr Handy und anschließend auch in die Telefonrechnung investieren. Im Rahmen des von Bernhards Ministerium geförderten Verbraucherbildungsprojektes "Handy-trendy" setzten sich bereits 1200 jugendliche Handybotschafter zusammen mit dem Projektträger Ökoprojekt - Mobilspiel e.V. für eine Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern im Umgang mit ihrem Handy ein.
Joachim Scheible
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Quelle: connect.de
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