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Vodafone: Fernsehen soll mobil werden
Zitat:
Einen bunten Strauß an Innovationen verspricht Vodafone seinen Kunden zur diesjährigen Cebit. Der Düsseldorfer Mobilfunker will vor allem im mobilen Multimedia-Sektor punkten und wird dazu eine Reihe neuer Dienste in dem Bereich Musik, TV und Shopping der Öffentlichkeit vorstellen.
"Rundum-Sorglos-Paket"
Doch zunächst will auch der Mobilfunker wie seine Festnetztochter Arcor die Kundenfreundlichkeit sowie mögliche Hilfestellungen beim Erstkontakten mit dem Internet in den Mittelpunkt rücken. Deshalb stellt das Unternehmen den Nutzern der All Inclusive- und Flatrate-Pakete ein "Rundum-Sorglos-Paket" zur Seite, was neben einer kostenlosen Hotline auch den Gratisbesuch eines Technikers vorsieht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zudem von dem "Try & Buy"-Angebot profitieren, bei dem er seinen Wunschtarif drei Monate kostenlos ausprobieren darf.
Zugpferd Handy-TV
Zugpferd des Multimedia-Angebots soll das Vodafone MobileTV werden. Seit drei Jahren bietet der Mobilfunkanbieter eine ansehnliche Senderliste für den mobilen Empfang, zudem wird regelmäßig und live die Bundesliga übertragen. Der dabei immer wieder auftretenden Kritik von Freunden des Mannschaftsports, dass man auf dem kleinen Display den Fußball nicht einmal erkennen könne, will Vodafone nun entschieden begegnen. Der H.264-Codec, in dem bisher nur wenige Programme ausgeliefert werden, soll bis zur Cebit zum Standard für alle Kanäle avancieren - bei einer HSDPA-Anbindung verspricht Vodafone so ein pixelfreies TV-Erlebnis, gleichzeitig soll die Zeit, die zwischen dem Kanalumschalten vergeht, spürbar verkürzt werden.
Zusätzlich wird das Unternehmen die Anzahl kostenloser TV-Angebote weiter ausbauen. Möglich macht dies eine Umstrukturierung des Players, der nach den Plänen des Anbieters an neuer Interaktivität – und reaktionsanimierender Werbung gewinnen soll.
Als weitere Neuerung präsentiert Vodafone eine Video-on-Demand-Funktion, die gleichermaßen für das Mobiltelefone und PCs gelten soll: Einmal gekaufte Filme können sowohl auf dem Computerbildschirm als auch auf dem Handy-Display angesehen werden - zahlen muss der Kunde in jedem Fall nur einmal. Den Inhalt der digitalen Videothek will Vodafone bis zum zweiten Quartal mit Kinofilmen, Serien und TV-Sendungen füllen.
Das Handy als DVB-T-Receiver
Neben der Datenübertragung per Mobilfunk arbeitet Vodafone gleichzeitig an einem interessanten Konkurrenzprojekt. Der Leitgedanke: Warum sollen teure Datendienste bezahlt werden, wenn mittlerweile überall DVB-T, also terrestrisches Fernsehen, beinahe möglich ist?
DVB-T bietet unbestrittene Vorteile, es ist schnell, das Bild ist scharf und das Programm – von den Rundfunkgebühren einmal abgesehen – kostenlos. Zur Cebit hat Vodafone zwei Endgeräte zu Prototypen entwickelt. Die Frage, ob oder wann ein solches DVB-T-Handy auf den Markt kommt, konnten die Unternehmenssprecher allerdings noch nicht beantworten und sprechen von einem reinen "Showcase".
Bereits heute ist Vodafone nach eignen Angaben Marktführer im Bereich der digitalen Musik – doch gibt es noch Luft. Um den Song-Kauf über das Internet weiter zu fördern, stattet das Unternehmen zukünftig alle Vodafone live!-Handys serienmäßig mit einem Mobile Music Client aus, über den Nutzer Zugriff auf über eine Million Lieder erhalten können. Analog dazu ist auch eine PC-Lösung in Entwicklung, der die Verwaltung und das Abspielen gekaufter Songs erleichtern soll.
Kaufen im Netz – Bezahlen per Handy
Apropos kaufen: Bisher hatte Vodafone ein eigene, kleine Micropayment-Lösung im Angebot. Bis zur Cebit soll sie zu einem ausgereiften Online-Bezahlverfahren herangewachsen sein. Vodafone Payment 2.0, so der Name der neuen Bezahlmethode, macht sich beim Geldtransfer das Handy zu Nutze. Sobald der Käufer eine Bestellung im Internet abgeschickt, erhält er eine SMS auf sein Mobiltelefon: sofern er sie bestätigt, wird das Geld angewiesen. Dieser neue Service soll nicht nur Vodafone-Kunden zur Verfügung stehen. Provider-unabhängig kann sich jeder für den Dienst registrieren.
Einstieg und Weiterentwicklung der mobilen Navigation
Eine letzte Neuerung hat Vodafone angekündigt: wie onlinekosten.de bereits berichtete, hat der Mobilfunkanbieter vor kurzem eine Kooperation mit dem Navigationsgerätehersteller TomTom geschlossen. Zweck der neuen Partnerschaft ist die Realisierung genauerer Vorhersagen über die Reisedauer. Für die Berechnung stellt Vodafone anonyme Daten über die Bewegungen seiner Kunden zur Verfügung - viele Handys werde Tag für Tag über deutsche Straßen befördert. So weiß ein TomTom-Navigationsgerät jederzeit, wie schnell und in welche Richtung sich der Verkehrsfluss entwickelt.
Gleichzeitig will Vodafone zur Cebit die Neuauflage des hauseigenen Kartenprogramms Navigator vorstellen. Seit dem ersten Januar zeigt die Smart-Phone-Software nicht nur die Namen von Seitenstraßen an, sondern präsentiert sich auch in einem übersichtlichen 3D-Layout.
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Quelle: onlinekosten.de
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