In spätestens fünf Jahren ist das mobile Internet in Europa gang und gäbe. 38 Prozent der Handynutzer werden laut einer Studie des US-amerikanischen Marktforschunngsinstituts Forrester Research mit ihrem Mobilfunkgerät regelmäßig online gehen.
Die Studie mit dem Titel [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar.] prognostiziert, dass in fünf Jahren zirka 125 Millionen Europäer mit UMTS- oder HSDPA-Handys auf das Internet zugreifen.
Schon bis 2010 werde es auf dem "Alten Kontinent" mehr solcher Endgeräte geben als die bisher dominierenden GSM- oder GPRS-Modelle. 2013 werde jeder vierte Europäer ein HSDPA-fähiges Endgerät besitzen.
Zwar habe das mobile Internet damit schon bald die so genannte "kritische Masse" erreicht - also Otto Normalverbraucher. Die Implementierung von Hoch- geschwindigkeits-Mobilnetzen und die Einführung modernster Mobilgeräte würden allein aber nicht ausreichen, um die Nachfrage anzukurbeln. Die Analyse würde zeigen, dass weniger als die Hälfte aller Besitzer von UMTS-Telefonen die Inter- net-Funktionalität ihrer Endgeräte auch wirklich nutzen.
Die Analysten fordern: Um das mobile Internet zu fördern, müssten die Betreiber Flatrate-Angebote weiter ankurbeln, die Anzahl relevanter Dienste und Anwen- dungen steigern und neue Geräte einführen, die einen besseren Bedienkomfort bieten.
Die Forrester-Prognose basiert auf Befragungen von 16 Mobilfunkbetreibern sowie einer Umfrage unter 22 000 Verbrauchern in Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Großbritannien.
Dabei stellte sich auch heraus, dass Österreich, Italien, Großbritannien und Skandinavien bisher die Spitzenreiter in der Verbreitung der UMTS-Technologie sind. In diesen Ländern werden bis Ende 2010 mehr als 60 Prozent der Mobil- funkteilnehmer über UMTS- oder HSDPA-fähige mobile Endgeräte verfügen.
Joachim Scheible
Quelle: [Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar.]