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Angetestet: Prada- und Shine-Handy von LG
Zitat:
Innovative Menüführung per Rädchen und sensitivem Bildschirm
LG hat in Hamburg seine neuen Design-Modelle sowie das Modell Shine mit den endgültigen technischen Daten vorgestellt. Das KE970 alias Shine glänzt mit einem verspiegelten Display, das den größten Teil des Edelstahl-Handys einnimmt. Neben 2-Megapixel-Kamera verfügt es über eine Besonderheit bei der Menüführung: Statt dem bei Handys üblichen 5-Wege-Navigator arbeitet das Shine mit einem Drehrädchen, um sich durchs Menü zu bewegen. Das Prada-Handy besitzt als Besonderheit berührungsempfindliche Tasten statt einer herkömmlichen Handy-Klaviatur.
In dem spiegelglatten, 13,8 mm dünnen Shine-Handy aus Edelstahl steckt eine ungewohnte Menüführung. Es gibt zwar kein berührungssenstiives Feld wie beim Chocolate, dafür aber ein Drehrädchen, das den bei Handys üblichen 5-Wege-Navigator ersetzt. Damit lassen dem sich vor allem lange SMS oder E-Mails prima durchscrollen. Auch bei dem Aufrufen einzelner Menüpunkte erweist sich die Drehrolle als praktisch, wie Golem.de bei einem Kurztest herausfand.
Unmittelbar neben dem Drehrädchen befinden sich zwei Bedienknöpfe in Drehknopfform, ohne drehbar zu sein. LG bezeichnet sie als Design-Element. Sie sind zum Bestätigen mancher Aktion nötig - diese Aufgabe hätten jedoch besser die zwei weiteren Menüknopfe ganz links bzw. ganz rechts vom Drehrad übernommen. Zum einen, weil diese Tasten besser reagieren und zum anderen, weil sie nicht so klein und fummelig sind wie die Desing-Elemente. Der User-Logik hätte es ebenfalls gut getan, nur zwei statt vier Bestätigungsknöpfe zu haben.
Das Tribandhandy funkt auf den GSM-Frequenzen 900, 1.800 sowie 1.900 MHz und beherrscht GPRS und EDGE. Die nach dem Aufschieben erscheinende gleichmäßig blau ausgeleuchtete Tastatur erinnert ein wenig an die RAZR-Klaviatur, lässt sich gut bedienen und liefert einen klar definierten Druckpunkt.
echts an der Gehäuseseite befinden sich zwei Tasten für den Aufruf von MP3-Player und der 2-Megapixelkamera mit Autofokus. Die Kamera fokussiert nicht allzu zügig, löst dann aber schnell aus. Anders als beim GSM-Chocolate-Modell ist die Kameralinse nicht mit einer Schutzhülle verdeckt, so dass schnell verkratzt werden kann.
Die 2-Megapixel-Kamera verfügt über ein 4faches Digitalzoom mit Kameralicht für Aufnahmen in dunkler Umgebung. Videos zeichnet die Kamera mit einer Auflösung von 176 x 144 Pixeln und 15 Bildern pro Sekunde auf. Ein integrierter MP3-Player spielt die Musikformate MP3, AMR, AAC, AAC+, WAV, MIDI und MMF ab. Für LG-Handys neu ist der Flugzeugmodus, um den Musik-Player auch ohne aktivierten Mobilfunk nutzen zu können.
Für Klingeltöne, Bilder, Videos und Musikdateien steht ein interner Speicher von 45 MByte bereit, der sich per Micro-SD-Karte erweitern lässt. Bei einer USB-Verbindung soll sich der interne Speicher wie ein normaler Wechselspeicher am Betriebssystem anmelden, um direkt auf den Speicher zugreifen zu können. Daneben steht Bluetooth zur Verfügung.
Im 99,8 x 50,6 x 13,8 mm messenden Modell Shine steckt ein 2,2 Zoll großes TFT-Display mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln, auf dem sich bis zu 262.144 Farben darstellen lassen. Zu den weiteren Leistungsdaten zählen MMS-Unterstützung, Kalender, Aufgabenliste, ein Browser nach WAP 2.0, Java MIDP 2.0, ein Vibrationsalarm sowie ein POP3-E-Mail-Client. Zudem bietet das Shine auch einen Betrachter für Word-, Excel-, PowerPoint-, PDF-Dokumente und Textdateien - auch dies ist eine Neuerung bei LG.
Nicht glänzen kann das 125 Gramm wiegende Shine allerdings bei den von LG angegebenen Akkulaufzeiten. Schon nach rund 2,5 Stunden Gesprächszeit muss der Akku wieder ans Netz, die Bereitschaftsdauer fällt mit etwa 8 Tagen auch nicht überragend aus.

Fazit: Das Shine sieht edel aus und schindet sicher Eindruck, wenn es auf dem Tisch liegt. Die Menüführung ist innovativ, Direkt-Zugriffstasten für MP3-Player und Kamera sind benutzerfreundlich. An den Multimediafutnkioen kann dagegen im Detail noch ein klitzeklein wenig gefeilt werden.
Das Shine soll zunächst ab Ende Februar 2007 exklusiv bei T-Mobile erhältlich sein. Der Preis wird zwischen 399,- und 449,-Euro ohne Vertrag liegen. Derzeit arbeitet LG an einer Web-&-Walk-Variante für den größten deutschen Netzbetreiber, der Ende März 2007 fertiggestellt sein soll. Sobald diese im Handel erhältlich sein wird, soll das Shine auch bei den anderen Netzbetreibern zu haben sein.
Neben dem Shine hat LG auch einen Prototypen des Prada-Handys vorgestellt. Hier wurden die berührungssensitiven Fähigkeiten des LG Chocolate weiter entwickelt. Der Nutzer kann mit dem Finger nicht nur durchs Menü springen, sondern gibt durch sanftes Antippen mit dem Finger auch Telefonnummern ein oder schreibt so eine SMS. An der Sensibilität der Textfunktion arbeitet LG jedoch noch - derzeit ignoriert die Software gern noch mal die ein oder andere Berührung. Prada soll bei der Entwicklung des Handys KE850 - wie die Industriebezeichnung lautet - nicht nur am äußeren Design mitgearbeitet haben, sondern auch maßgebliche Vorschläge für die Bedienführung, den Touchscreen, die Klingeltöne und das Zubehör unterbreitet haben.

Dies macht sich beispielsweise in der Funktion "Wecker stellen" bemerkbar: Berührt man die Uhr auf dem Display, erscheint ein kleines Weckersymbol, um Uhrzeit und Weckrhythmus einzustellen. Das LG KE850 besteht wie schon das Shine vor allem aus Display, der LCD-Bildschirm dient als Touchscreen und Breitbild-Leinwand für Videos. Weiter ist das 12 mm flache Modehandy mit 2-Megapixel-Kamera, MP3-Player und Micro-SD-Card-Steckplatz versehen.

Die 2-Megapixel-Kamera nutzt ein Objektiv des Linsenherstellers Schneider-Kreuznach und bietet einen Zweifach-Digitalzoom. Die Kamera kann Serienbildaufnahmen mit maximal 6 Bildern machen und Fotos können als Sepia-, Schwarz-Weiß- oder Negativaufnahme angelegt werden. Ferner steht ein Selbstauslöser für Selbstporträts zur Verfügung.
Videos werden mit 30 Bildern pro Sekunde und einer Auflösung von 400 x 240 Pixeln abgespielt. Das Prada-Handy kann dabei die Videoformate MPEG4, H.263 und H.264 darstellen. Übersichtlich und leicht umzustellen sind die eher bescheidenen Kamerafunktionen ebenfalls durch kurzes Antippen.

Weitere Multimedia-Elemente sind ein UKW-Radio und ein Musik-Player, der Formate wie MP3, ACC, ACC+, WMA und RA abspielt. Der Sound kann über fünf voreingestellte Equalizer-Einstellungen angepasst werden. Die Musikfunktion läuft auch im Hintergrund, so dass nebenbei eine SMS oder eine E-Mail verfasst werden kann.
Musik-, Foto- und sonstige Daten können auf den sehr bescheidenen 8 MByte des internen Speichers oder auf einer Micro-SD-Karte abgelegt werden. Ferner kann das Handy E-Mails empfangen und Anhänge per Dokumentenbetrachter für gängige Office-Dateien darstellen.

Das Triband-Gerät für die GSM-Netze 900, 1.800 und 1.900 MHz ist für die Datenübertragung per GPRS und EDGE gerüstet. Auf UMTS oder gar HSDPA muss der Käufer auch bei diesem Modell verzichten. Das Prada-Handy lässt sich als externes Laufwerk für den Rechner einsetzen und unterstützt USB 2.0 sowie Bluetooth 2.0. Zur Akkulaufzeit liegen keine Angaben vor.
Das 98,8 x 54 x 12 mm große Handy wiegt 85 Gramm und soll Ende Februar 2007 bei Prada für etwa 600,- Euro ohne Vertrag zu haben sein. (yg)
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Quelle von Bild und Text: www.golem.de
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