Um Internet TV und Mobile TV zu verbessern setzt Ericsson auf die Prinzipien IMS, MBMS und LTE. Auf der kommenden CeBIT will der schwedische Konzern diese Technologien forcieren.
IMS wird in Hannover unter anderem anhand des Web-TV-Formats von "Welt der Wunder" demonstriert. Die Wissenschaftssendung von RTL II hat dort Premiere im Web und sendet täglich live ab 17 Uhr von einer der Ericsson-Themeninseln. Zusammenfassungen gibt es auf der Homepage von Ericsson als Webcast.
Um nicht nur diesem Webformat, sondern dem IPTV an sich zum Durchbruch zu verhelfen, will Ericsson die Technologie IMS (IP Multimedia Subsystem) durchsetzen. Denn um IPTV-Lösungen durchzusetzen reiche es nicht aus, für vorhandene TV-Angebote lediglich neue Übertragungskanäle zu schaffen.
Erst in der Personalisierung, der Interaktivität und der Kombination mit Multimedia-Kommunikationsanwendungen werde IPTV für die Nutzer interessant. Als standardisierte Netztechnologie soll IMS deshalb den Zugriff auf Dienste und Anwendungen von unterschiedlichen Netzwerken aus ermöglichen, also etwa per Handy, Notebook oder Fernseher.
IMS-basierte Dienste böten Anwendern die Möglichkeit, Kommunikationsvorgänge zu erleben, die um Multimedia-Elemente bereichert sind. Die Technologie ermögliche es, jeden Dienst auf jedem Bildschirm zugänglich zu machen. Kommunikation werde nahtlos mit Multimedia-Elementen verknüpft. IMS könnte deshalb zum Herzstück jener Architektur werden, auf der die Netze der nächsten Generation basieren.
Eine interaktive Technologie hat Ericsson auch für das kommende Mobile TV vorgesehen. MBMS (Multimedia Broadcast Multicast Service) soll ermöglichen, neben Video on Demand (Unicast) auch Live-TV-Übertragungen sowie Multimedia-Angebote zu nutzen.
So könnten etwa Podcasts oder Alarmierungen an alle Handys in einer Region geschickt werden. Dabei könnten beliebig viele Teilnehmer innerhalb eines Gebietes gleichzeitig einen Dienst nutzen. Für MBMS werde keine neue Netzinfrastruktur benötigt, heißt es. Erste Mobilfunkbetreiber wollen MBMS noch in diesem Jahr in ihre Netze implementieren.
Damit Mobile TV überhaupt attraktiv wird, müssen nach den Vorstellungen von Ericsson auch die Übertragungsgeschwindigkeiten erhöht werden. Dazu demonstriert der Konzern die Long Term Evolution (LTE), eine Weiterentwicklung der 2G- und 3G-Netztechnologien.
LTE ermögliche Übertragungsgeschwindigkeiten von über 100 Megabit pro Sekunde im Downlink und bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Uplink. Dadurch werde es zum Beispiel möglich, mehrere HDTV-Programme gleichzeitig zu übertragen und noch genügend Bandbreite zu haben, auch eigene Videos in HD-Qualität auf Web 2.0-Seiten hochzuladen. Ericsson zeigt auf der CeBIT, was die Verbraucher von LTE-Angeboten erwarten können.
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